Los ging es mit einer Idee
Aus der Idee ist ein Rahmen geworden.
Diesen Rahmen der Profilstelle darf ich füllen und gestalten.
Mit einem Team von Kolleg:innen und Interessierten
aus Dekanat, Region und Kirchengemeinden.

Auf dem Weg wächst dabei ein Netzwerk. Ausprobieren gehört dazu, um den Wandel mitzugestalten. Dabei soll sie segensreich wirken dürfen, die Gute Botschaft. Als Zuspruch an klassischen und ungewohnten Orten, im Ritual, in der Stille oder auch im Urlaub und Freizeit, wo es hinausgeht in die Weite.
Am Anfang gibt es viele Ideen: Seelsorge am Weg ist eine davon. Und eine zentrale Plattform für die vielseitigen spirituellen Angebote der Region wird es auch geben.

Alles noch zu offen?
Dann darf's konkreter werden.

Ansprechpartner:

Benjamin Sigg
Pastoralreferent
Dekanat Allgäu-Oberschwaben
Karlstr. 18
88239 Wangen

Tel.: 07522 3598 oder 07522 6845 (Dekanatsgeschäftsstelle)
E-Mail: benjamin.sigg@drs.de

Die Profilstelle Netzwerk: Spiritualität-Pilgern-Tourismus beginnt mit Fragen, Einzelprojekten und einer Interviewreihe. Ein Einblick:

12 Orte Gelegenheit Ereignisse

allgäusegen ist ein Projekt der katholischen Kirche im Dekanat Allgäu-Oberschwaben. Dafür ist erstmals der Flyer allgäusegen entstanden (Download). Im Jahr 2024 entsteht die Plattform www.allgaeusegen.de.
Hier werden Angebote rund um Spiritualität und Pilgern gebündelt. Wir bringen Menschen, Orte und Erlebnisse zusammen.
Erste Projektideen wurden bei der Projektschmiede am 27.11.2023 im Kultur- und Gemeindetreff Tautenhofen vorgestellt. Gäste aus Kirche und Tourismus, Pilger, Suchende und Staunende haben diese Ideen gemeinsam weiterentwickelt (Link: Präsentation Projektschmiede).

Zur Gestaltung:
Blau und grün sind die Farben des Dekanats.
Grün wächst es im Frühjahr durch alle Fenster. Wälder, Wiesen und Gärten erstrahlen vor allem dann im Grün. In der Natur wächst es, einfach so. Deshalb ist grün auch die Farbe des Hoffens auf ein gelingendes Leben. Blau war einmal zu Zeiten des Flachsanbaus die Farbe des Allgäus. Heute gibt das Blau des Himmels den Rahmen vor. Er steht für das Über-uns-Sein, für das, was trägt und hält. Zwischen Himmel und Erde, zwischen blau und grün ist der Mensch ausgestreckt. Hier scheint Gottes Wirklichkeit durch, sie kann golden glänzen und strahlen. Sie kommt und sie ist in unserer Welt. Auf jeden Fall ist sie dort zu spüren, wo sich Menschen begegnen. Hier können sich Himmel und Erde berühren.

 

 

 

 

Von Deinem Segen umarmt
Valentinssegen am 14.02.24

Segen ist Gut-Haben. Er tut gut. Und er bringt zum Ausdruck, dass unser Leben immer Geschenk ist. Es ist gratis, aber nicht umsonst. Dabei ist Gott Quelle alles Segens.

Am Valentinstag haben wir Paare dazu eingeladen, sich unter seinen Segen zu stellen. Damit gesegnet sei, was ist und möglich wird, was sein kann. Die Autobahnkapelle als Ort des Segens, durften sich die Paare erlaufen. Dort wartete ein großer Spiegel, der sehen lässt, auch das, was von oben in die Kapelle hineinschien. Der Valentinssegen war eine Einladung am Weg. Wer vorbeikam, kam vorbei, durfte innehalten und weitergehen. Gespräche sind entstanden, Kerzen wurden angezündet, Wünsche und Gebete im Buch hinterlassen.

Allgäusegen

Im Allgäu wissen wir, wie segensreich dieser Landstrich ist. Was hier alles möglich ist: Auszeit genießen, Weite atmen, berührt werden. Von manchen Orten sehen die Dinge des Alltags anders aus. Kleiner, aber zum Staunen. Leichter, aber bedeutungsvoll. Gesegnet und bejaht.

Hier ist mehr möglich ist, als wir sehen können. Hier gibt es Orte voller Kraft, die zum Auftanken einladen. Hier scheint Gottes Wirklichkeit durch. Dafür wurden Kapellen gebaut. Oder Bäume gepflanzt. Oder auch einfach nur eine Bank aufgestellt, mit Blick in die Berge. Manche Ortsnamen sprechen sogar von der Sehnsucht: Himmelreich, Paradies und Ewigkeit. Der Eintritt: ist frei.

Engelszeit

Ein Adventsnachmittag. Gut und geistlich in den Advent starten. „Der Engel, nach dem ihr Ausschau haltet, ist schon unterwegs“ (Mal 3,1). Engel sind Sehnsuchtswesen. „Du bist ein Engel“, sagen wir, wenn in einer schwierigen Situation jemand da ist. Kein Wunder, dass wir uns Engel wünschen und auch, dass es im Advent nur so von Engeln wuselt. Die Fülle der Engel geht mit einem tiefen Wunsch einher: Dass da einer ist. Einer, der leitet und begleitet. Boten Gottes nennen wir sie. Oder: Engel.
Sechs gute Gründe geistlich in den Advent zu starten:
- Gemeinsam auf Weihnachten vorglühen.
- Kopf und Herz kommen zusammen. Die Checkliste mal links liegen lassen.
- Geistlich heißt: unterbrechen, berühren lassen. Zeit für mich.
- Das Unbekannte umarmen. Mich einlassen.
- Ausschau halten: nach einem Engel, nach einem Kind, dass alles bewegt, nach dem Guten, dass mein Leben füllt
- Gottes (Hoffnungs-)Wort soll mir Beine machen, meinem Tun, meinem Sein, meinem Lassen.

K4 Nacht 2023: Duft.Raum.Musik

Duftgeschichten: Geschichten können riechen, nach Kindheit, nach Heimweh, nach Zuversicht. Und Düfte lassen Geschichten wachsen: Frisches Brot öffnet den Magen, der Geruch des Meeres erinnert an Urlaub, Kerzendurft schmeckt nach Advent.

Bei der Kulturnacht in Leutkirch haben wir das Jetzt riechen lassen. Mit einer Duftinstallation im Kirchenraum. Licht dazu. Musik am Flügel. Duftgeschichten. Da schweifen die Gedanken mit der Nase durch Zeit und Raum. Daraus entstand die Idee, dieses Format auch für Kulturnächte 2024 weiterzuentwickeln.

Fahrradsegnung

Bergab ist leichter. Da rollt es. Gut, dass es bei uns immer wieder begab geht. Erholung für die Beine, frische Luft fürs Gesicht. Mit Puste ist jeder Anstieg leichter. Rückenwind ist noch besser, weil er so unscheinbar schiebt, manchmal einfach da ist. "Ich werde auch mal wieder von vorne kommen", sagt er. "Keine Kraft mehr? Dann darfst du auch mal die Fahrtrichtung ändern. Ich schieb dich!"

Segen: Eine Starthilfe seit Jahrhunderten. Rückenwind für Leib und Seele. Auch dieses Jahr wieder in Rötsee.

Link: Bericht Fahrradsegnung Rötsee (Schwäbische Zeitung, Meine Heimat; 04.08.2023)

Planung LGS: Kirchen auf der Landesgartenschau

Gartenschau klingt nach Blumenzwiebeln. Damit sie blühen können, ist's mühsame Arbeit. Stupfen, gießen, pflegen. Dann sind sie zum Schauen da: Duftend, wunderschön, farbenfroh. Menschen können baggern, Flüsse verlegen, Brücken bauen. Nur wachsen und blühen geschieht. Einfach so.

Bei der Landesgartenschau sind die Kirchen mittendrin. Einen eigenen Garten legen wir an. Ein Tisch steht in der Mitte. Ein Zeltdach darüber. Nach allen Seiten hin offen.
Sei unser Gast. Einfach so: www.kirchen-lgs2024.de

Interviews

Fragen über Fragen. So ist das mit Anfängen. Der Rest kommt. Antworten liegen auf dem Weg.

Deshalb beginne ich bei der Profilstelle mit Interviews.
Kolleg:innen, Netzwerkpartner:innen, Menschen, die was zu sagen haben und die sich auskennen in Tourismus, Spiritualität und Pilgern.

Spiritualität

Spiritualität ist das Erleben, dass es ein Mehr gibt. Manche riechen es, andere hören es. Unser Fühlen, Denken, Handeln: Alles hat Quellen. Im christlichen Sinn sind sie getragen von einem Gott, der Leben schenkt. Vieles kann die spirituelle Seite des Menschen öffnen: der Blick von einem Berg in die Weite, berührende Musik oder Worte, die in die Tiefe gehen.
Kirchenräume gehören auch dazu und die vielen anderen Orte zwischen Himmel und Erde. Die Profilstelle hat die Aufgabe, den spirituellen Schatz unserer Region zwischen Kapellen, Weihern und Bergen zu entdecken und sichtbar zu machen. Manches probieren wir auch einfach aus. So wie das Format Taizé&Posie bei der Nacht der Lichter am 11.11.2023 ab 17 Uhr in der Galluskapelle.

Himmelszeit

15 Minuten Auszeit in der Kirche Bärenweiler. Musik und Texte öffnen den Himmel. Besinnlich, hoffnungsvoll, zauberhaft. Danach und davor ist Gelegenheit, den stimmungsvoll beleuchteten Kirchenraum zu entdecken. Mit Stefanie Kiefer (Sprecherin und Gesang), Benjamin Sigg (Sprecher und Klavier), Christoph Heidel (Bassflügelhorn)
17.11.2023, 18 und 19 Uhr, 18.11.2023, 16 und 17 Uhr.

Projektschmiede Teil 1: 27.11.2023 Tautenhofen Kultur- und Gemeindetreff

Viele wissen mehr. Und Ideen entstehen im Austausch.

Zu Beginn der Profilstelle steht deshalb das Format "Projektschmiede". Wir schmieden Ideen. Da kann's heiß hergehen: Projekte werden vorgestellt, Neues entsteht, Ideen verändern sich. Verschiedene Menschen kommen ins Gespräch.
Erste Projekte sind: Sommmerkirche Allgäu, Wohnzimmerkirche und liturgische Formen im Allgäu, Kirche bei Gelegenheit, wunderbare Orte/spirituelle Orte, Pilgerwege und Seelsorge am Weg, Segensmomente.
Die Projektschmiede wird mit unterschiedlichen Formaten und Orten und verschiedenen Teilnehmer:innen stattfinden.

Segensmomente

Heilig. Ein gewaltiges Wort. Fast zu groß, zu mächtig. Am liebsten denke ich es im Stillen. Weil es vor allem die ruhigen Momente sind, in denen so viel Heiliges steckt. Gesegnete Augenblicke. Keiner kann sie machen. Aber Gelegenheiten bieten; das geht.

Dafür steht das Projekt Segensmomente. Es verbindet drei Wahrnehmungen im Allgäu: Kirche ist an vielen Orten. Kapellen und Pilgerwege stehen dafür. Zahlreiche Menschen sind hier unterwegs: Gäste, Einheimische, Suchende, Glaubende, Hoffende. Und gerade deshalb ist es wichtig, an diesen Orten präsent zu sein.
Segensmomente bietet zwei Zugänge: Eine digitale Segensstation lädt ein, Andachten, Musik, Zuspruch in der besonderen Atmosphäre eines kirchlichen Ortes abzurufen. Licht und Musik unterstützen dabei. Die Anlässe für die wechselnden Audios sind vielfältig: Lebenswenden, Jubiläen, Alltägliches, Erschütterndes. Dahin wird der Segen hineingesprochen. Sanfte Worte sind hier nötig. Das ganz andere hat hier seine Finger im Spiel. Und so lädt der Segen vielleicht zu mehr ein. Dafür steht der zweite Zugang: Ab und an sind Seelsorger:innen aus einem ökumenischen Team vor Ort.  Ansprechbar. Zugewandt.

Das Projekt entsteht 2024 als Kooperation von Seelsorger:innen und Musiker:innen in Kombination mit kirchlichen Orten im Allgäu. Die  Hardware-Ausstattung wird von der Diözese Rottenburg-Stuttgart als seelsorgerliche Initiative gefordert.